Am 16. Mai ist Claus Freiherr von Andrian-Werburg nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 86 Jahren verstorben. Er hatte als Bauingenieur 1999/2000 unsere Clubanlage geschaffen und sie Jahrzehnte lang gepflegt.
Über seine Söhne war von Andrian-Werburg 1973 zum Hockey-Club Würzburger Kickers (HCWK) gekommen, einem der Vorgängervereine des HTCW. Dort setzte er sich als Jugendwart, Mitorganisator von Turnieren und „Wirt“ der „HCWK-Gifthütte“ ein. 1988/89 gehörte er zu dem Team, das das neue Hockey-Clubhaus in der Zeppelinstraße (heute „Pizzeria La Pineta“) und Tennisplätze errichtete. Im Jahr 2000 wurde unter seiner Regie der sehnlichste Wunsch der Hockeyspieler, der Kunstrasen, fertig. Die Main-Post zeichnete den engagierten Tausendsassa als „Gute Seele im Sportverein“ aus; der Hockey- und Tennis-Club Würzburg ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Ein Quittenbaum im Eingangsbereich der Anlage erinnert an Claus von Andrian-Werburg und eine Verdienste für den Verein.
Geboren in Regensburg war Claus Claus Freiherr von Andrian-Werburg mit vier Monaten mit seiner Familie nach Würzburg gekommen. Hier studierte er am Balthasar-Neumann-Polytechnikum Ingenieurwesen, um nach ersten Berufserfahrungen in München ins Büro seines Vaters Otto einzutreten. Denkmalpflege und Altbausanierung waren seine Aufgaben.
Auch wenn sein Vater strikt gegen jeden Sport war, so begann Claus 1956 mit dem Handballsport beim VfL Würzburg, wo er auch Abteilungsleiter wurde. Fußball spielte er beim ETSV Würzburg und beim TSV Gerbrunn. 1968 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des mittlerweilen aufgelösten SV Sieboldshöhe. Er half dort, Flutlicht, das erste Vereinsheim und 1993 nach Feuerschaden das zweite Vereinsheim zu bauen.
Neben dem Sport hatte von Andrian-Werburg eine zweite Leidenschaft: Fasching und Brauchtumspflege. 1974 trat er der Narrengilde Gerbrunn bei, wurde Elferrat, 25 Jahre lang Leiter der Würzburger Faschingszug-Gruppe Gerbrunn, später Senator. Von ihm kamen auch erste Ideen zum Umbau des alten Gerbrunner Feuerwehrhauses in eine Kulturbühne. 1994 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Kultur- und Förderverein Gerbrunn, dessen Ehrenmitglied war. Im Kabarettverein „Gela“ setzt er sich für Beleuchtung, Technik und als 2. Vorsitzender ein.
Neben allen Ehrenämtern fand von Andrian-Werburg auch Zeit und Kraft, seine seit 2002 im Rollstuhl sitzende Ehefrau Christiane zu betreuen. Bis zu deren Tod im Jahr 2017 traf man das Paar immer wieder in den Vereinen gemeinsam im Einsatz.
Für sein mannigfaltiges Engagement hatte von Andrian-Werburg 2010 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten bekommen.
Um Claus von Andrian-Werburg trauern auch seine beiden Söhne, drei Enkelinnen, zwei Urenkelinnen und die ganze Familie.
Das Requiem findet am Mittwoch, 17. Juni, 13.30 Uhr, in der katholischen Pfarrkirche in Gerbrunn statt, danach Beisetzung am Friedhof.

Für den Hockey- und Tennis-Club Würzburg baute und pflegte Claus von Andrian-Werburg die Clubanlage in der Zeppelinstraße. Foto: Robert Menschick



